Werner Zumsteg

Juni

richter_01<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-klingnau.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>4</div><div class='bid' style='display:none;'>843</div><div class='usr' style='display:none;'>2</div>

Rubble Gott die Ohren warm!
Volker Houba,
„Er sagte ihnen aber ein Gleichnis darüber, dass sie allezeit beten und nicht nachlassen sollten, und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der fürchtete sich nicht vor Gott und scheute sich vor keinem Menschen. Es war aber eine Witwe in derselben Stadt, die kam zu ihm und sprach: Schaffe mir Recht gegen meinen Widersacher! Und er wollte lange nicht. Danach aber dachte er bei sich selbst: Wenn ich mich schon vor Gott nicht fürchte noch vor keinem Menschen scheue, will ich doch dieser Witwe, weil sie mir soviel Mühe macht, Recht schaffen, damit sie nicht zuletzt komme und mir ins Gesicht schlage. Da sprach der Herr: Hört, was der ungerechte Richter sagt! Sollte Gott nicht auch Recht schaffen seinen Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er's bei ihnen lange hinziehen? Ich sage euch: Er wird ihnen Recht schaffen in Kürze. Doch wenn der Menschensohn kommen wird, meinst du, er werde Glauben finden auf Erden?“ (Lukas 18,1-8)

Eine Frau kämpft für ihr Recht. Mit allen Mitteln möchte sie erreichen, dass ihr geholfen wird. Dabei wird sie sogar unverschämt. Der geachtete und gefürchtete Richter hat Angst, dass sie ihm ins Gesicht schlagen könnte. Es ist unglaublich, aber diese Frau ist unser Vorbild, sagt Jesus. Wie sie es mit dem Richter macht, können wir mit Gott umgehen, wenn wir beten. Dann dürfen wir Gott bis auf`s Äusserste bedrängen. Wir halten dann keine fromme Distanz mehr ein. Im Gegenteil: All unser Seufzen, alle Wut, Angst, unser Hoffen und Bangen werfen wir in die Waagschale. Ohne Rücksicht auf Verluste. Impulsiv und ganz menschlich bemühen wir Gott: Wir rubbeln ihm die Ohren warm.
Jesus verspricht nun, dass Gott Dich hören und Dir als Bittende, als Bittender Recht schaffen wird. Wichtig ist ihm dabei, dass Du ihm vertraust. Glaubend beten heisst: Gott alles zutrauen, weil er Dich und mich aus freien Stücken liebt: Er möchte, dass es Dir und mir ein klein bisschen besser geht als ohne ihn.
Vertraue ihm: Denn wer da bittet, dem wird gegeben (Lk 11,9). Sicherlich nicht immer so, wie wir das wollen. Aber Du wirst empfangen. Das ist garantiert. So schliesse ich mit einem Gebet und einer Anregung: Jesus, lehre mich beten. Schenk mir Mut, Gott alles Unmögliche zuzutrauen. Gib mir den Glauben, der ohne zu sehen gewiss macht. Und erst dann, zeige mir, für was ich beten soll.
Anregung: Was möchtest Du bei Gott gerne erreichen? Gibt es irgendetwas, bei dem Du denkst, Gott enthalte Dir Dein Recht vor? Wenn dies der Fall sein sollte – dann mach es doch so wie die Witwe: Sei beharrlich, lass Dich nicht abwimmeln, rubble Gott die Ohren warm.

Mit lieben Grüssen – ahoi

Pfarrer Volker Houba
Bereitgestellt: 20.06.2017     Besuche: 23 Monat 
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