Werner Zumsteg

Der Säntis zeigte sich nicht

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2. Wanderung auf dem Jakobsweg 2017
Jack Ulrich
Appenzell

Der für den 10. Juni ausgewählte Abschnitt der Wanderungen auf dem Jakobsweg führte von Appenzell nach Jakobsbad. In Appenzell angekommen, erfuhren die Teilnehmenden einen kurzen Überblick über die Geschichte des Kantons bis zur sogenannten Landteilung in zwei Halbkantone. An diesem Wochenende fand in Appenzell das Postplatz Festival statt, was dazu führte, dass die Wandergruppe auf dem Weg vom Bahnhof bis zur Hauptgasse sich an vielen im Aufbau stehenden Festzelten vorbeischlängeln musste. Nachdem die Touristenattraktion Hauptgasse passiert war, stieg der Weg an nach Gontenbad. Der Säntis war jedoch nicht zu sehen. Er hüllte sich in eine graue Wolke.

Barfussweg

Unterwegs wurde in einer ersten Besinnung das spezielle Erlebnis, in einer Gemeinschaft ein Ziel anzusteuern, ins Bewusstsein gerufen.
Oberhalb der Bahnstation Gontenbad öffnet sich das Gelände. Man wandert weiter auf der wunderschön gelegenen Ebene; vorbei an einem Golfplatz, wo mit den Golfspielern, welche das Spiel offenbar nicht so tierisch ernst nahmen, ein kleiner Schwatz abgehalten wurde. In Gontenbad beginnt aber auch der bekannte Barfussweg nach Jakobsbad. Das Gebiet wurde früher, bis in den zweiten Weltkrieg, als Torfvorkommen genutzt. Das kleine Torfmuseum, wo die Mittagsrast gehalten wurde, vermittelt einen Eindruck über jene Zeit. Hier entschieden sich einige der Gruppe, den Rest des Weges barfuss zu bewältigen. Und der Säntis zeigte sich immer noch nicht.

Kloster Leiden Christi

Je näher Jakobsbad rückte, desto deutlicher konnten die Masten der Gondelbahn auf den Kronberg ausgemacht werden. Vom Kronberg selbst starteten viele Gleitschirmflieger und bevölkerten den Himmel. Es muss schon ein grosses Erlebnis sein, so in der Luft herumzukreisen. Zum Abschluss der Tour wurde das Kloster Leiden Christi erreicht. Zunächst wurde dem Klosterladen ein Besuch abgestattet und manch klösterliche Spezialität fand den Weg ins untere Aaretal. In der schönen, sehenswerten Klosterkirche wurden die Teilnehmenden während der zweiten Besinnung aufgefordert, den Gegenstand welchen jede(r) unterwegs aufgesammelt hatte in die Hand zu nehmen und zu überlegen in welcher Situation er aufgehoben wurde und wer gerade in der Nähe war und was dabei gesprochen wurde.
Die Rückreise nach Döttingen, mit einem kurzen Zwischenhalt in Gossau SG rundete den Tag ab.
Nur der Säntis stellte sich stur und blieb in seiner Wolke.

Vorschau auf die nächste Wanderung

Besammlung am 12. August 7.10 Uhr, Bahnhof Döttingen. Rückkehr um 17.08 Uhr. Anmeldung für das Gruppenbillet (bitte auch wenn Sie ein GA besitzen) bis spätestens Donnerstag 10. August 2017, 11.00 Uhr an das kath. Pfarreisekretariat Klingnau, Marcel Schmid, Telefon 056 245 22 00.
Der Start für die 3. Etappe der Wanderungen auf dem Jakobsweg 2017, einem weiteren Abschnitt des Vorarlberg-Appenzeller Weges, ist in Urnäsch. Für die ca. 300 m Aufstieg zur Füliweid (Fohlenweid) ist genügend Zeit eingeplant. Der Weg führt dann weiter über leicht hügeliges Gelände zum Weiler Fuchsstein. Hierauf folgt der Abstieg nach Schönengrund, dem Ziel dieser Wanderung. Die Rückfahrt mittels Bus und Bahn geht über Wattwil, Ziegelbrücke und Zürich zum Ausgangsort Döttingen. Wie üblich erfolgt die Verpflegung aus dem Rucksack und es wird eine dem hügeligen Gelände angepasste Wanderausrüstung empfohlen.

Bereitgestellt: 12.06.2017     
aktualisiert mit kirchenweb.ch