Werner Zumsteg

Senioren-Wanderwoche im Obergoms

Führung, <div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-klingnau.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>79</div><div class='bid' style='display:none;'>1009</div><div class='usr' style='display:none;'>2</div>

Denn erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt...
Werner Zumsteg,
Dieses geflügelte Wort von Wilhelm Busch hatte glücklicherweise für einmal seine Gültigkeit. Die 17 Teilnehmer der Wanderwoche der reformierten Kirchgemeinde Döttingen-Klingnau-Kleindöttingen reisten wohl mit gemischten Gefühlen ins Obergoms. Die langfristige Wetterprognose verhiess für die Woche vom 24. Juni bis 1. Juli nichts Gutes. Vor allem für die zweite Wochenhälfte war Dauerregen vorausgesagt. Glücklicherweise traf dies nicht ein, das vorgesehene Programm musste nur geringfügig geändert werden.

Der Wochenablauf im Zeitraffer
Sonntag: Das einsame Blinnental, mit Start und Ziel in Reckingen war Ziel der leistungsstärkeren Gruppe. So nebenbei – einem Hinweis eines Einheimischen folgend – wurde die spartanische Behausung eines englischen Kriegsdeserteurs erforscht. Die «B-Gruppe», die es jeweils ein bisschen gemächlicher angeht, besichtigte das Dorf Reckingen und schloss den Tag mit einem Minigolf-Turnier ab.

Montag: Karin Seiler, Bauernfrau und Besitzerin einer Kräuterwerkstatt in Ritzingen, weihte die Teilnehmer in die Geheimnisse der Walliser Bergkräuter ein. Wer hätte gedacht, dass die Brennnessel eine derart grosse Heilwirkung hat, dass sie – einer Aussage eines Fachmannes entsprechend – «bei Kenntnis der Wirkung und der entsprechenden Anwendung eigentlich ausgerottet sein müsste». Die Blüten der weiblichen Pflanze sind essbar und entfalten beim Kauen einen starken Nussgeschmack.
Für die B-Gruppe galt es heute ernst: Das am Vortag abgebrochene Minigolf-Spiel wurde fortgesetzt und es entbrannte ein harter Kampf um die Podiumsplätze!

Dienstag: Für die A-Gruppe eine Mutprobe: Das Begehen der 280 Meter langen Hängebrücke zwischen Fürgangen und Mühlebach liess bei einigen Teilnehmern den Puls ansteigen. Die Wanderung wurde wegen des schwülwarmen Wetters um einiges gekürzt. Sie führte über Mühlebach nach Ernen – Unterernen und anschliessend direkt nach Fiesch, wo man wieder auf die B-Gruppe traf, die im Fieschertal unterwegs war.

Mittwoch: Die einen mit dem Zug, die anderen zu Fuss begaben sich nach Oberwald. Nach dem Mittagessen erfolgte die Verschiebung nach Obergesteln, wo der Gruppe von Frau Irgard Anthenien, Bibliothekarin, diplomierte Wanderleiterin und profunder Kennerin der Region, die einheimische Ackerkultur-Landschaft vorgestellt wurde. Erstmals in dieser Woche musste für kurze Zeit die Regenausrüstung «montiert» werden. Mit rund 13 Kilometern war es die längste Wanderung der Woche.

Donnerstag: Regen war angesagt und deshalb entschloss sich die Leitung, anstelle der Wanderung von Ernen nach Grengiols dem Städtchen Brig einen Besuch abzustatten. Der Vormittag stand den Teilnehmern zur freien Verfügung. Am Nach-mittag wurde das Stockalperschloss besichtigt und eine junge, aber sehr kompetente Führerin orientierte über Schaffen und Wirken des Walliser Unternehmers und Politikers Kaspar Jodok Stockalper.

Freitag: Als Variante zum vorgesehenen Programm wäre auch ein Ausflug auf das Eggishorn möglich gewesen. Da am Vortag die Wetterprognosen für den Freitag eher ungünstig waren, wurde auf das urtümliche Programm zurückgegriffen. Der schweisstreibende Aufstieg vom Cäsar-Ritz-Dorf Oberwald hinauf nach Bellwald verläuft zu einem grossen Teil im Wald und war deshalb angenehm zu begehen. Der Nachmittag stand wieder zur freien Verfügung. Per Luftseilbahn und Zug ging’s gegen Abend wieder zurück zum Ausgangsort Ulrichen.

Dank an die Gastgeber
Die Gruppe war im Hotel Nufenen in Ulrichen wiederum sehr gut aufgehoben. Der Wandertee schmeckte jeweils vorzüglich und die gut portionierten Lunches wurden mit Genuss gegessen. Der Apéro vor dem Nachtessen und das gemütliche Beisammensein am Abend rundeten den Tag jeweils ab. Die Teilnehmer bedanken sich an dieser Stelle herzlich beim Gastgeberpaar Vrony und Martin Imsand.

Vorschau auf 2018
Die Gruppe beschloss am Abschlussabend spontan, die Wanderwoche auch 2018 wieder durchzuführen. Dieser Anlass findet vom 23. bis 30. Juni statt. Anfangs Oktober 2017 wird das Programm an einem Infoabend im Kirchgemeindehaus vorgestellt.
Bereitgestellt: 01.07.2017     Besuche: 36 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch