Jannine Sutter

Februar

Foto Voker Houba Februar 19<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-klingnau.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>85</div><div class='bid' style='display:none;'>1409</div><div class='usr' style='display:none;'>23</div>

Wer bist du
Volker Houba,
Teil 1

Wie denkst Du von Dir? Wie denkt Gott von Dir?
Wenn Du über Dich nachdenkst und Dir die Frage stellst: „Wer bin ich?“ dann wirst Du, denke ich, eine Menge zu erzählen haben, je nachdem aus welcher Rolle, Position, aus welcher Wissenschaft Du Dich gerade betrachtest. Stellen wir uns dazu 2 ganz einfache Fragen: 1. Was ist der Mensch vom Menschen aus gesehen? Und 2. Wie sieht Gott den Menschen (Psalm 8)?
1. Was ist der Mensch? Die vier Worte klingen anders am Bett eines neugeborenen Kindes, anders am Lager eines schwerkranken Menschen. Sie klingen anders angesichts opferbereiter Hingabe, anders, wenn wir von einem Verbrechen hören. So staunt der Mensch, ein anderes Mal erschrickt er über sich selbst; einmal ist er fröhlich, ein anderes Mal misstrauisch und voller Entsetzen: Der Mensch ist himmelhoch jauchzend, zu Tode tief betrübt und vor allem bewertend in Gut und Böse. Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das über sich selbst nachdenkt. Ist das so? Ja, wir Menschen sind zwiespältige Wesen, hinfällig und endlich, mutig und tapfer, hochmütig und kleinmütig, selbstgerecht und selbstlos, hin- und hergerissen zwischen Hoffen und Bangen, zwischen Freude und Trauer. Heute sind wir ganz bei der Sache, morgen gehen wir halbherzig an unsere Arbeit. Mal sind wir ganz brav, zärtlich und feinfühlig, mal bestialisch, gemein, verletzend und kaum erträglich. 2. Psalm 8 stellt die gleiche Frage: Was ist der Mensch? Und stellt dabei aber direkt einen Bezug zu Gott dem Schöpfer her. Dort heisst es: 4 „Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: 5 was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? 6 Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.“ Voll Staunen klingen die Worte des Psalmbeters. Dieser Mensch, den wir einmal überschätzen, ein anderes Mal unterschätzen und den wir nie ganz richtig einschätzen, ihn schätzt Gott über die Massen. Ja, mehr noch, wir sind mit Ehre und Mächtigkeit gekrönt. Wir können majestätisch von uns denken. Herrlich! Wir können in Beziehung zu Gott aus dem Vollem leben (auch wenn wir materiell vielleicht wenig haben sollten) und andere und uns mit Liebe und göttlichem Glanz beglücken, bereichern, schön lieben. „Was ist der Mensch, dass Du seiner gedenkst?!“
Der Mensch, von dem manche sagen, dass sie ihn vergessen können, Gott vergisst ihn nicht. Menschen mögen einander fallen lassen, Gott hält an uns fest. Wir Menschen sind aufgehoben in seinem Gedächtnis.
Wir haben eine Bleibe. Wenn kein Mensch sich mehr an uns erinnert. Gott vergisst uns nicht! Er denkt an uns! Er fühlt uns. Denn wir sind seine Kinder. Ihm sei Dank! Wenn wir Psalm 8 also befragen: Was ist der Mensch? so lautet die Antwort: Der Mensch ist ein von Gott geschaffenes majestätisches Wesen, dessen Bestimmung es ist: Gott zu loben und ihm zu danken. Und so endet dann auch Psalm 8: 10 „HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen!“ Und Du, liebe Leserin, lieber Leser: Wer bist Du? Wie denkst Du nun von Dir? Wie kannst Du mit Deinem Leben Gott loben und danken? Und damit königlich reformiert sein.

Ahoi
Pfarrer Volker Houba

Bereitgestellt: 01.02.2019     Besuche: 16 Monat 
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