Jannine Sutter

Wir lassen die Glocken läuten

Glocke <div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-klingnau.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>85</div><div class='bid' style='display:none;'>1570</div><div class='usr' style='display:none;'>23</div>

Frauenstreik 2019
Henry Sturcke,
Am Freitag, dem 14. Juni, werden die Glocken bei uns zu einer ungewohnten Zeit, 15.30 Uhr, läuten. Wir machen dies mit anderen Kirchgemeinden in der Schweiz. Grund dafür: der Frauenstreik. Dazu aufgerufen haben Gewerkschaften und diverse politische Parteien. Die Observanz hat aber nicht nur eine politische Dimension. Die Kirche hat im Verlauf ihrer Geschichte zu einer negativen Stellung der Frau beigetragen (Eva als die Schwächere, die von der Schlange verführt wurde). Die Bibel kennt aber eine andere Seite: Am Anfang schuf Gott «den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie» (Genesis 1,27). Die Frau gehört genauso sehr zum Bild Gottes wie der Mann. Viele von den Ersten, die sich für Frauenrechte eingesetzt haben, taten es aus ihrer christlichen Überzeugung.
So überrascht es nicht, dass Frauen in der Kirche ein Feld gefunden haben, wo sie sich einbringen können. Bei den reformiertenKirchen hierzulande stehen ihnen alle Ämter offen (bis vor einem Jahrhundert sah es bei uns allerdings anders aus).
Das Geläut am Freitag kann uns daran erinnern, dass Gott den Menschen – Mann und Frau – sein Bild nennt. Es soll ein Zeichen sein der Anerkennung des Beitrags, der von Frauen geleistet wird. Bei der letzten Erhebung von Freiwilligenarbeit in unserer Kirchgemeinde kam man auf circa 5 000 Stunden: mindestens 80% davon von Frauen geleistet.
Es hat sich in den letzten Jahren viel verändert, auch wenn die volle Chancengleichheit noch nicht besteht – auch nicht hier in der Schweiz. Auch daran soll uns das Geläut erinnern.
Bereitgestellt: 30.05.2019     Besuche: 35 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch