Jannine Sutter

Juli und August

Meer<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenweb.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>205</div><div class='bid' style='display:none;'>1240</div><div class='usr' style='display:none;'>24</div>

Was ist der Mensch? Teil V: Christus spricht: „Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen“ (Joh 12,32).
Volker Houba,
Liebe Leserin, lieber Leser

Juli und August sind für viele die Ferienmonate. Endlich die Seele baumeln lassen und verreisen. Hauptsache: „Ich bin dann mal weg“ und erlebe etwas anderes.

Und dann auf einmal kurz vor der Abfahrt die Nachricht:
„Lieber X, liebe Y, Dein Bruder, Deine Schwester, Verwandte oder Bekannte,
der oder die Dir viel bedeutet, ist gestorben.“ Was nun? Sollen wir trotzdem in die Ferien fahren? Ich glaube, erst einmal ist es gut, inne zu halten.

Und dann ist es vielleicht dennoch sinnvoll, die Ferien, soweit das möglich ist, in Absprache mit allen Beteiligten anzutreten. Denn Trauer braucht so viel Kraft – gerade, wenn man jemand gern hat und ein Mensch so selbstverständlich dazu gehört und jetzt nicht mehr da ist. Das Vertrauen auf den, der von sich sagt, dass er alle zu sich zieht, setzt eine tragende Kraft frei.
Sie trägt mich und lässt mich an den Verstorbenen und dessen nächsten Angehörige würdevoll denken und trägt jenen, das kann ich glauben, hinüber ins Reich der unendlichen Liebe. Dort wird er - schwerelos, leicht, losgelöst und verwandelt -himmlische Weite erleben.
So wie sich der Blick aufs Meer ins Unendliche verliert, so findet sich alles bei Gott wieder, was wir nicht zu halten vermögen. Was zusammengehört - gehört zusammen. Wunder wirken bis zuletzt.
Aber jetzt noch nicht. Jetzt lebt die verlebendigende Erinnerung.
Und die kann in den Ferien Raum und Weite erleben oder auch zu Hause geschehen. Wie auch immer, egal, wie Du Dich entscheidest: Du bist gestärkt.

So segne Gott Deine Reise im Hier und Jetzt und im Dort und Einst:
«Ewiger Gott, Du bist die Quelle, der unser Leben entstammt, Du bist das Meer, das uns wieder aufnimmt. Dazwischen liegt der Weg, auf dem wir zu Dir unterwegs sind. Komm uns entgegen, zieh uns zu Dir, heute und alle Tage unseres Lebens.»

Ich wünsche Euch erholsame Ferien, ob hier oder in der Ferne – Gott segne Euch – ahoi Volker Houba (Pfarrer)
Bereitgestellt: 03.07.2019      
aktualisiert mit kirchenweb.ch