Jannine Sutter

November

Herz<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-klingnau.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>85</div><div class='bid' style='display:none;'>1855</div><div class='usr' style='display:none;'>23</div>

Dû bist mîn, ich bin dîn:
des solt dû gewis sîn;
dû bist beslozzen in mînem herzen,
verlorn ist daz slüzzelîn:
dû muost och immer darinne sîn.
(Unbekannte Dichterin)
Volker Houba,
Lieber Leser, liebe Leserin

In meiner Jugendzeit in den siebziger Jahren war dieses Gedicht aus dem 12. Jahrhundert eines der grossen „Renner“. Wenn wir frisch verliebt waren, schickten wir es uns gegenseitig. Es ist eine wunderbare Vorstellung im Herzen eines geliebten Menschen drinnen zu sein. Im November feiern wir den Ewigkeitssonntag, bei dem wir unserer Verstorbenen gedenken. Sie werden, solange wir leben, in unserer Erinnerung bleiben. Wie tröstlich ist es da zu wissen, dass sie und wir, wenn unser Herz hier auf der Erde aufgehört hat zu schlagen, bei Gott dem Ewigen in seinem Herzen verweilen. Und sein Herz schlägt ewig. Dort sind wir getragen, gehalten und getröstet: Jetzt und später.

Euer Pfarrer Volker Houba

Bereitgestellt: 01.11.2019     Besuche: 80 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch