Gudrun Bähler

Täglich mit Gott

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Di. 30.06.2020
Gudrun Bähler,
Die Frömmigkeit ist eine Quelle grossen Reichtums – wenn sie mit Genügsamkeit daherkommt. aus 1Tim 6, 3–10

Das Wort «Frömmigkeit» wird heute nicht mehr so häufig verwendet; oft wird es ersetzt durch das Wort «Spiritualität». Dabei ist offen, ob genau dasselbe gemeint ist. Spiritualität tönt moderner, besser passend in eine aufgeklärte und mit Wohlstand gesegnete Zeit. Das könnte allerdings gerade der wunde Punkt sein: Nach den eindeutigen Worten im Brief an Timotheus darf Frömmigkeit nicht einfach etwas für Menschen sein, die sonst schon alles haben. Frömmigkeit soll mit Genügsamkeit einhergehen. Es gibt auch eine Spiritualität, die sich als «geistige Wellness» versteht. Diese hat aber wenig mit der biblischen Vorstellung von Frömmigkeit zu tun. Um es mit dem Angebot des Bäckers zu vergleichen: Frömmigkeit ist eher Schwarzbrot als frisches Weggli.
Wilfried Bührer, Frauenfeld

Einer der Orte, der europaweit am meisten für seine Spiritualität bekannt ist, ist Taizé. In seinen Grundlagendokumenten heisst es: «Unsere Berufung als Communauté bringt es mit sich, dass wir nur von unserer Hände Arbeit leben und nichts für uns selbst annehmen, weder Spenden, noch Erbschaften, noch Geschenke. Die Kühnheit, kein Kapital anzulegen, ohne Furcht vor möglicher Armut, verleiht gelassene Kraft.» («Die Quellen von Taizé») Mit diesem Grundsatz lebt die Gemeinschaft sehr nahe an dem Ideal, das schon Jesus gelebt hat und das im Brief an Timotheus festgehalten ist: «Haben wir Nahrung und Kleidung, so soll uns das genügen.» Natürlich gäbe es jetzt viele «Ja, aber» einzuwenden. Wir leben in einem Land, das kalte Winter kennt und seine Bewohner schon früh gelehrt hat, vorzusorgen. Und wir leben nicht im Kloster hinter geschützten Mauern oder in einer Gemeinschaft, wo einer für den andern da ist. Aber liesse sich an Letzterem nicht etwas ändern? Auch wenn die Zeit der Grossfamilien vorbei ist – wir können Gemeinschaften bilden, in denen gegenseitige Unterstützung selbstverständlich ist.

Lied 67
1905 Einstein publiziert erstmals zu seiner Relativitätstheorie
1926 geb. Peter Alexander, österreichischer Schlagersänger
1936 Margaret Mitchells Roman «Vom Winde verweht» erscheint
Bereitgestellt: 30.06.2020      
aktualisiert mit kirchenweb.ch