Gudrun Bähler

Täglich mit Gott

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Samstag, 4. Juli 2020
Gudrun Bähler,
Anderes fiel auf guten Boden und brachte Frucht. Es ging auf und wuchs. Und das eine trug dreissigfach, das andere sechzigfach, das dritte hundertfach aus Mk 4, 1–20


Zurzeit sind sie wieder zu sehen: Die goldgelben, weiten Kornfelder mit den schweren, reifen Ähren, die sich träge bewegen im leichten Wind. Wunderbar, was ein guter Boden an Frucht bringen kann. Ich staune: der dreissigfache, sechzigfache oder gar hundertfache Ertrag. Dieses Bild habe ich sehr gerne vor Augen und verweile dabei. Ich weiss auch um die anderen Bilder im Gleichnis vom vierfachen Acker: Körner fallen auf den Weg: die Vögel fressen sie. Anderes fällt auf felsigen Grund und verdorrt bald. Und was unter die Dornen fällt, wird überwuchert und kann keine Frucht bringen. «Höret zu», sagt Jesus. Ich höre und staune über das frohe Säen des Säemanns. Es geht nicht um die Menge des Saatgutes. Und nicht darum, dass nichts auf unfruchtbaren Boden fällt. Mein Blick wird gewendet: Sieh die weiten Kornfelder. Höre und vertraue, dass die Saat aufgeht, Wurzel treibt und Frucht bringt.
Beat Junger, Stein am Rhein

Dieses Gleichnis lässt mich an eine Bildgestaltung in der evangelischen Kirche in Lommis TG denken. Ein schnörkelloser Kirchenbau aus den 60-er Jahren. Im Kirchenraum an der Westwand hat eine Künstlerin aus der Gegend eben dieses Gleichnis vom vierfachen Acker gestaltet: Auf vier Bildern sind die Saat auf den Weg, die Saat auf felsigen Grund, die Saat unter die Dornen und schliesslich die Saat auf den fruchtbaren Boden zu sehen. Ich könnte die Bilder im Einzelnen nicht mehr beschreiben, aber was sich mir eingeprägt hat, ist das Kreuz, das sich zwischen ihnen auftut: Die vier Bilder – zwei oben, zwei unten – sind so angeordnet, dass zwischen ihnen unauffällig die Wand in Form eines Kreuzes sichtbar bleibt. Für mich ein starkes Zeichen mitten hinein in die Frage: Wohin fällt die Saat bei mir, bei uns als Gemeinde, als Kirche? Bin ich, sind wir fruchtbarer Boden? Oder bin ich nicht oft auch ein felsiger Grund oder lasse Dornen viel Raum? Das Kreuz gibt mir zu bedenken und zu glauben: Was auf den ersten Blick keine Frucht brachte, ja sinnlos schien: Es ist uns Menschen zum Heil geworden!


Lied RG 676 1715 geb. Christian Fürchtegott Gellert, Dichter
1776 Gründung USA durch die britischen Kolonien Nordamerikas
1976 Uganda: Geiselbefreiung durch Israelis in Entebbe





©Pfarrkapitel Hinwil/Verlag Zürcher Oberland Medien AG, Wetzikon

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Bereitgestellt: 04.07.2020      
aktualisiert mit kirchenweb.ch