Gudrun Bähler

Täglich mit Gott

Meine Bilder<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-klingnau.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>5</div><div class='bid' style='display:none;'>2042</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

Samstag, 28.11.2020
Gudrun Bähler,
In allem sagt Dank; das ist der Wille Gottes,
in Christus Jesus, für euch.

aus 1Thess 5, 12–28




Paulus beendet seinen ersten Brief an die Thessalonicher
mit einem bunten Blumenstrauss von ganz unterschiedlichen
praktischen «Tipps». Diese alltagsbezogenen
Aufforderungen sind kurz und prägnant: «In
allem sagt Dank.» Punkt. Ist das wirklich realistisch?
Können wir Gott «in allem danken»? Greift das nicht
zu kurz? Müssten wir nicht differenzieren? Paulus
traut uns mit dieser Aussage wirklich viel zu. Doch dahinter
steht ein Lebensstil der Dankbarkeit: Wenn ich
es gelernt habe, grundsätzlich dankbar zu sein, dann
prägt mich das. Dann danke ich nicht nur für das vordergründig
«Gute», sondern ich weiss zutiefst in mir,
dass Gott immer «gut» ist, auch wenn ich Situationen
nicht verstehe. Gott vermag alles zum Guten zu wenden
und deshalb kann ich lernen, in einer grundsätzlichen
Dankbarkeit zu leben.
Thomas Bänziger, Kollbrunn

Täglich dankbar
Im jüdischen Morgengebet beginnen einige Aussagen
mit folgender Formulierung: «Gelobet seist du, Ewiger,
unser Gott, König der Welt, der …». Gott wird
dafür gelobt, was er für uns tut, zum Beispiel dass er
«die Nackten bekleidet» oder «mir alles geschaffen,
was ich brauche». Die Juden lernen durch dieses Morgengebet,
jeden Tag Gott gegenüber dankbar zu beginnen.
So wird eine grundsätzliche Dankbarkeit eintrainiert.
Könnten wir uns das auch zu eigen machen?
Wie wäre es, wenn wir jeden Tag eine Sache in ein
Heft oder Buch schreiben würden, für die wir dankbar
sind? Nach einem Monat könnten wir schon auf 30
Punkte zurückschauen, in einem Jahr hätten wir ein
Heft gefüllt ... Es könnte uns auf dem Weg helfen, «in
allem» dankbar zu werden. Auch für das Unverständliche
zu danken, ist schwierig. Ich hörte von einem
Bauern, der nach einer langen Trockenzeit meinte:
«Ich bin nun dankbar für diese schwere Zeit, denn
darin ist mir Gott auf besondere Art und Weise begegnet.
Ich bin ihm nähergekommen.» Der Mann
konnte in dieser Situation etwas Gutes erkennen und
dafür dankbar sein.

Lied RG 389
1881 geb. Stefan Zweig, Schriftsteller
1922 geb. Pinchas Lapide, jüdischer Theologe/Religionsphilosoph
1960 Mauretanien wird von Frankreich unabhängig

©Pfarrkapitel Hinwil/Verlag Zürcher Oberland Medien AG, Wetzikon

» Was denken Sie zur Tagesbesinnung?
Wie erleben Sie Gott und die Welt?
Wie setzen Sie das, was Sie glauben, im Alltag handfest um?
Teilen Sie sich mit und lassen Sie andere an Ihren Gedanken anteil nehmen.
Mit dem oben stehenden Link gelangen Sie zu unserem Chat.
Bereitgestellt: 28.11.2020      
aktualisiert mit kirchenweb.ch