Jannine Sutter

April

Herzen aus Holz (Foto: Jannine Sutter)

"Und was wär ich bloss ohne Dich?" mein Gott, mein Mitmensch
Volker Houba,
Liebe Leserin, lieber Leser!

"Was wär ein Apfel ohne -Sine,
Was wären Häute ohne Schleim?
Was wär'n die Vita ohne -Mine,
Was wär'n Gedichte ohne Reim?
Was wär das E ohne die -llipse,
Was wär veränder ohne -lich?
Was wär ein Kragen ohne Schlipse,
Und was wär ich bloss ohne Dich?"

Was für ein schönes, unverkrampftes Liebesgedicht von Heinz Erhardt!



Das sagt ein Mensch zu einem anderen Menschen.
Was hiesse das, wenn Gott das zu Dir sagte: "Was wäre ich bloss ohne Dich?"
Ich denke, Gott bliebe Gott, auch ohne Dich.
Aber was wärst Du ohne Gott?
- Ein Mensch ohne Hoffnung, Glaube und Liebe. Ein Mensch voller Furcht, unbesonnen, weil ohne das Licht der Welt?
- Ein Mensch, der sich je länger, desto mehr um sich selbst drehte, bis er durchdrehte?
- Ein Mensch gleich einer Uhr mit Handaufzug, dessen Feder sich nicht selbst aufziehen kann - sondern "aufgezogen" wird, besonders dann, wenn er nicht so tickte wie die anderen?
- Ein Mensch, der an Sinnlosigkeit menschlichen Kräftemessens und Gleichgültigkeit orientierungslos, weil alles gleich-gültig ist, zu zerbrechen drohte? Ein Mensch, der weil für alles offen, nicht mehr ganz dicht ist?

Gut, dass Gott sich in seiner Liebe uns Menschen in Jesus Christus zugewandt hat und mit Ostern sich für das Leben in Liebe entschieden hat.
In diesem Sinne: „Liebe und tue, was Du willst“ (Augustin).
Mehr braucht es nicht! Denn Liebe braucht immer ein Gegenüber.
Nur dann kann sie sich voll entfalten.

"Und was wär ich bloss ohne Dich?" mein Gott, mein Mitmensch.

Mit lieben Grüssen

Volker Houba
Bereitgestellt: 08.04.2021      
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