Jannine Sutter

Dezember

Advent 2022

Zum Advent
Andreas Berde,
Wenig religiöse Menschen meinen oftmals, die Welt voller Leid habe sich seit Jesus Christus nicht verändert.
Diese Ansicht ist nicht neu: Als die Weisen aus dem Osten in Jerusalem fragten, «Wo ist der neugeborene König der Juden», antworteten Hohenpriester und Schriftgelehrte, «In Bethlehem in Judäa». Doch dieses Wissen bedeutete ihnen nichts. Weshalb nicht? – Unter anderem, weil sie den Messias mit kosmischen Zeichen in Herrlichkeit erwarteten, der sie von der römischen Fremdherrschaft befreite. – Doch was ist geschehen? – Ein einziger Stern ging auf. Jesus wurde auch nicht in Jerusalem geboren, im Zentrum jüdischer Identität, sondern im kleinen Bethlehem, in einem Stall. Ein Engel hat Hirten die Geburt Jesu verkündigt. Der Engel kam zu keinen Prominenten. Hirten waren verachtet, unter anderem, weil sie das Sabbat-Gebot nicht hielten, da sie bei ihrer Herde wachten. Sie galten als kultisch unrein und zu meiden. Gleichwohl kam die Weihnachtsbotschaft zu solchen und zu den Weisen, die keine Juden waren.
Wir Menschen suchen nach Möglichkeiten von Leben auf dem Mond und auf dem Mars. Doch Gott hat einen kleinen Planeten, ein kleines Land, eine kleine Stadt ausgewählt, um zu uns zu kommen.
Nehmen wir die Kritik Nicht-Religiöser ernst: Es gibt viel Arges in der Welt. Dennoch: Jesus Christus wird eines Tages mit grosser Herrlichkeit kommen. Dann werden sein Zeichen am Himmel alle sehen. Aber bis dahin wirkt er im Kleinen und in der Stille. – So verändert er die Welt von innen, beginnend mit uns.

Pfr. Andreas Berde
Bereitgestellt: 27.12.2022      
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