Jahreslosung 2026
Markus Dettwiler ,
Alles ist neu: Das Jahr, der Kalender, die Zählung der Monate. Alles ist neu – nur wir sind die Alten. Und wir haben aus dem vergangenen Jahr mitgebracht, was uns belastet und bewegt. Die Welt, in der wir am Neujahrstag aufwachen, ist keine andere geworden durch die neue Zahl auf dem Kalender. Und trotzdem wacht an jedem Neujahrsmorgen die Hoffnung mit auf: Dass es einmal anders werden kann. Neu. Dass einer die Tränen abwischt und der Tod nicht mehr ist und Schmerz und Geschrei, wie es in der Bibel im Vers vor der Jahreslosung für das neue Jahr 2026 heisst.
«Siehe, ich mache alles neu» (Offenbarung 21,5). Dieses Wort soll uns an jedem Tag durch das Jahr begleiten. Durch die grauen Januartage. Wenn der Frühling kommt und die Luft langsam wärmer wird. Durch die lichten Sommertage. Wenn sich die Blätter färben und es Herbst wird. Wenn wir der Toten gedenken. Wenn die erste Kerze am Adventskranz brennt. Wenn wir lieben und wenn wir weinen. Über allem steht die Zusage Gottes: Siehe, ich mache alles neu.
Was für eine Entlastung am Anfang des Jahres: Nicht wir tragen die Verantwortung, alles neu zu machen – Gott tut es. Unser Teil ist es, das Leben mit Herz und Verstand zu gestalten. Was darüber hinausgeht, liegt in seinen Händen, und alle unsere Hoffnungen und Wünsche und Bitten für dieses neue Jahr legen wir dazu. Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu – und es wird, wie es am Anfang war: Sehr gut.
Pfarrer Markus Dettwiler
Es gibt bedingungslose Liebe, die alles trägt und nie vergeht
und unerschütterliche Hoffnung, die jeden Test der Zeit besteht.
Es gibt ein Licht, das uns den Weg weist,
auch wenn wir jetzt nicht alles sehn.
Es gibt Gewissheit unsres Glaubens,
auch wenn wir manches nicht verstehn.
Gott ist das Zentrum der Geschichte,
er ist der Anker in der Zeit,
er ist der Ursprung allen Lebens und unser Ziel
in Ewigkeit.
AUS LIED 196 – RISEUP PLUS