Jannine Sutter

April

Ostern 2023 (Foto: Andreas Berde)

Unruhe um die Ruhestätte Jesu
Pfarrer Andreas Berde,
Liebe Leserinnen und Leser,

Viele Menschen bezweifeln nicht, dass Jesus Christus am Kreuz gestorben war, aber sie bezweifeln, dass es eine Auferstehung und ewiges Leben gibt. – Und diese Art Glaube ist ein Elend. – Weshalb? – Weil solche Menschen meinen, sie seien auf dem besten Wege, sie sind es jedoch nicht, da zum christlichen Glauben die Auferstehungshoffnung grundlegend dazugehört.
Doch was gibt es für Tatsachen diesbezüglich? – Es gibt das Kreuz. Jesus ist der Gekreuzigte. Dann gibt es das leere Grab. Jesus ist auch der Auferstandene. Aber historisch für alle sichtbar sind nur diese beiden Tatsachen: das Kreuz und das leere Grab. Mehr haben wir nicht.
Was wir noch haben, sind die Erscheinungen Jesu Christi. Alle konnten seinen Tod am Kreuz sehen. Aber nur ganz bestimmten Menschen erschien Jesus nach seiner Auferstehung. Die Leugnung der Auferstehung ist nicht neu. Das gab es bereits zur Zeit Jesu. Und nach Jesu Auferstehung haben Mitglieder des Hohen Rates den Wachen am Grab Jesu, viel Geld gegeben. Sie sollten dafür erzählen, die Jünger Jesu hätten den Leichnam gestohlen. Darüber heisst es in der Bibel, dieses Gerücht habe sich «verbreitet bis auf den heutigen Tag» (Mt 28,15).
Sogar in der Heiligen Schrift gibt es nur Erscheinungsberichte über den Auferstandenen. Der Glaube muss offenbar «aushalten», dass die Auferstehung eine wohlbegründete Hoffnung ist, aber eben eine Hoffnung, die sich bewähren muss. Bewähren muss sich unser Glaube aufgrund des Fürwahrhaltens der Zeugnisse der Evangelien und des leeren Grabes, auch wenn noch lange gestorben wird. Jesus hat treffend gesagt: «Selig sind, die nicht sehen und doch glauben» (Jh 20,29), diejenigen also, denen Jesus auf dieser Erde nicht erschienen ist, und die dennoch glauben.
Für diese Hoffnung des Lebens sind Zahlreiche sogar in den Tod gegangen.

Pfr.Andreas Berde
Bereitgestellt: 19.04.2023      
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