Oktober
Andreas Berde,
Liebe Leserinnen und Leser!
Der Herbst ist unweigerlich da. Die herrlichen Farben von braun-gold bis dunkelrot erstrecken sich über Hügel
und Fluren. Nun können wir unsere Blicke über die Weite schweifen lassen und Berge, Täler und Felder in ihrer
Farbenpracht auf uns wirken lassen.
Der Oktober ist auch der Monat des Genusses:
Wir geniessen Korn und Wein und die geernteten Früchte. Man soll nicht meinen, dass es aus christlicher Sicht nicht zum Leben dazu gehört, dass wir das Leben mit all seinen Gütern, die Gott uns geschenkt hat, geniessen dürften. Im Buch des Predigers Salomo steht: «Darum pries ich die Freude, dass der Mensch nichts Besseres hat unter der Sonne, als zu essen und zu trinken und fröhlich zu sein. Das bleibt ihm bei seinem Mühen sein Leben lang, das Gott ihm gibt unter der Sonne.
» (Pred. 8,15) Und weiter lesen wir im Kapitel 9: Also: Iss dein Brot mit Freude und trink vergnügt deinen Wein; denn das, was du tust, hat Gott längst so festgelegt, wie es ihm gefiel.“ … Und das ist auch gut so! Ja, die Bibel lehrt uns, dass wir durchaus das Leben geniessen dürfen, ja, dass wir das sogar in der Tat tun sollten. – Weshalb? – Weil wir als Christenmenschen dankbare Menschen sind. Wir sind Gott, dem Herrn, unendlich dankbar für all das Gute, das er uns gibt. Wir wissen uns als Kinder Gottes beschenkt, nicht nur mit geistlichen Dingen, sondern auch mit Leiblichen. Gott hat nicht nur das Gute, sondern auch das Schöne erschaffen, und zwar zu seiner Ehre und uns zum Wohle. Und wir können uns täglich danksagend an diesen Dingen erfreuen. Von den Gütern, die Gott uns gibt, können wir auch anderen etwas weitergeben. Unsere Dankbarkeit veranlasst uns zum Teilen mit unseren Nächsten.
Ich wünsche Ihnen einen Herbstmonat, gesegnet mit geistlichen und leiblichen Gütern.
Pfr. Andreas Berde