Auf Wiedersehen und Willkommen!
In der reformierten Kirchgemeinde Döttingen-Klingnau-Kleindöttingen beginnt mit der Amtseinsetzung des Pfarrehepaars Jasmin von Wartburg und Markus Dettwiler eine neue Ära.
Katrin Morf Widmer,
Am Sonntag, 7. Januar, wurde in der reformierten Kirche Klingnau Pfarrer Andreas Berde verabschiedet. «Weder Tod noch Leben, … weder Hohes noch Tiefes… können uns von der Liebe Gottes trennen». Mit diesem Text aus dem Römerbrief legte er den Zuhörenden ans Herz, Ereignisse nicht vorschnell als positiv oder negativ einzuordnen, sondern sich bewusst zu sein, dass Gott Situationen ändern kann und uns immer nah ist.
Der längst pensionierte Seelsorger war 15 Monate als Stellvertreter tätig. Mit seiner herzlichen, ruhigen Art und seinem unerschütterlichen Glauben brachte er Ruhe in die Kirchgemeinde, mit seiner Begeisterung, seinem riesigen Engagement und seinen tollen Ideen brachte er auch wieder mehr Lebendigkeit und neue Aktivitäten. Nur ungern lässt man ihn ziehen.
Doch gleichzeitig freuen sich die Kirchenpflege, die Angestellten und die Gottesdienstbesuchenden auf Jasmin von Wartburg und Markus Dettwiler. Einigen Lesenden werden diese Namen und auch die Gesichter auf den Fotos bekannt vorkommen. Wurden sie nicht vor einer Woche in Koblenz begrüsst? Die beiden Pfarrpersonen wurden je im Jobsharing in den Kirchgemeinden Koblenz und Döttingen-Klingnau-Kleindöttingen gewählt. Da diese Gemeinden schon seit Längerem regelmässig gemeinsame Gottesdienste feiern, ist diese Stellenbesetzung ideal und wird wohl die Zusammenarbeit intensivieren.
Markus Dettwiler ist hier kein Unbekannter. Vor einem Jahr, am 1. Januar 2023, war er als Vizedekan hier, um die neue Kirchenpflege in Pflicht zu nehmen. Sein Gottesdienst begeisterte, und man hörte Stimmen, die fragten, ob man ihn nicht gleich behalten könne. So war die Freude gross, als einige Zeit später die Bewerbung eintraf. Auch Jasmin von Wartburg ist schon einigen Mitgliedern der Kirchgemeinde begegnet. Gleich in der ersten Woche des neuen Jahres feierte sie mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Aareperle in Döttingen eine Andacht und wurde herzlich aufgenommen.
Das Pfarrehepaar wurde von Dekan Simon Wälchli ins Amt eingesetzt. In seinem Input sprach er über die Herausforderung, welche die Jahreslosung «Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe» bedeutet. Jasmin von Wartburg und Markus Dettwiler hatten den Predigttext aus dem 12. Kapitel des Hebräerbriefes gewählt, in einer topmodernen Übersetzung, die den Text viel leichter verständlich machte. Ihr Fazit: wenn wir «einfach versuchen, als Christen zu leben» und auf dem guten Weg mit Gott bleiben, dann gehören wir schon zur Familie Gottes und haben bereits den «PIN-Code für die Tür zum Himmel»!
Beim anschliessenden Apéro bot sich Gelegenheit, mit dem neuen Pfarrehepaar ins Gespräch zu kommen. Vorerst aber überbrachten Catherine Berger im Namen des Kirchenrats, Peter Zürn als Vertreter des Seelsorgeteams des Pastoralraums Aare-Rhein sowie Dan Breda, Pfarrer in Mandach, ihre Willkommensgrüsse. Die Kirchenpflege musste nicht lange nach Ideen für ein Antrittsgeschenk suchen. Im Kirchgemeindehaus sind alle Räume nach Pflanzen benannt, die in der Bibel erwähnt werden. Entsprechend den Bezeichnungen ihrer Büros erhielten Jasmin von Wartburg und Markus Dettwiler einen Feigenbaum und eine Wildrose, die sie im Garten des Koblenzer Pfarrhauses pflanzen werden.